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Der Schutz von Tier- und Pflanzenarten stellt
eine übernationale Verantwortung und Herausforderung
dar. Gerade für Arten wie den Steinadler, die ihren Lebensraum
sehr großräumig nutzen, ist eine internationale
Zusammenarbeit notwendig, um effiziente Schutzstrategien zu
entwickeln und umzusetzen. Ziel von AQUILALP.NET ist es, die
Zusammenarbeit zwischen den Schutzgebiets-Verwaltungen in
den beteiligten Regionen zu intensivieren. Die koordinierte
und standardisierte Erfassung der Steinadlerbestände
in fünf flächenmäßig bedeutenden Schutzgebieten
der Ostalpen (es wird insgesamt eine Fläche von 3.200
km² bearbeitet!) wird es ermöglichen, eine Qualitätskontrolle
für die Wirksamkeit überregionaler Schutzstrategien
für eine gefährdete Art
des Anhangs 1 der Vogelschutzrichtlinie, nämlich
dem Steinadler zu erbringen. Darüber hinaus soll AQUILALP.NET
zum Anlass genommen werden, um auch der breiten Öffentlichkeit
vermehrt über die Bemühungen zum Schutz der alpinen
Fauna und Flora zu berichten.
Im Rahmen von AQUILALP.NET werden die Anzahl
und die Verteilung von Steinadler-Brutpaaren auf einer flächenmäßig
bedeutenden Auswahl an Natura 2000 Gebieten erhoben. Die koordinierte
Erfassung und regelmäßige Kontrolle der Horststandorte
wird es ermöglichen, die Reproduktionsrate dieser Greifvogelart
wissenschaftlich exakt und nach einheitlichen Methoden zu
dokumentieren und zu vergleichen. Neben den Daten über
den Reproduktionserfolg werden für alle erfassten Horstplätze
auch entscheidende Standortcharakteristika erfasst und anhand
eines einheitlichen Schemas dokumentiert. Besonderes Augemerk
wird dabei auf jene Parameter gelegt, die Hinweise auf bestehende
oder potenzielle Störkonflikte liefern.
Steinadler sind Nahrungsgeneralisten. Daher
variiert ihr Beutespektrum regional aber auch jahreszeitlich
sehr stark. Um einen Überblick über die tatsächlich
genutzten Nahrungsressourcen in den einzelnen Gebieten zu
erhalten, sollen Nahrungsanalysen von in ausgewählten
Horsten gefundenen Nahrungsresten Aufschluss über die
Nahrungsgewohnheiten des Steinadlers in den untersuchten Gebieten
liefern.
Die koordinierte Erfassung der Steinadlerbestände
in den beteiligten Projektgebieten, aufbauend auf gemeinsam
entwickelten und etablierten Methoden, stellt eine Möglichkeit
zur überregionalen Überprüfung der Kohärenz
des Natura
2000 Netzwerkes anhand einer konkreten Zielart der Vogelschutzrichtlinie
dar.
Der Bekanntheitsgrad des Steinadlers in
der breiten Öffentlichkeit wird in AQUILALP.NET zum Anlass
genommen aufbauend auf den Ergebnissen dieses Projektes vermehrt
über die Bemühungen zum Schutz der alpinen Natur-
und Kulturlandschaften zu berichten. Neben dieser Webseite
sind folgende Maßnahmen geplant.
- Jährliche Herausgabe eines Steinadler-Newsletters
- Erstellung einer Wanderausstellung zum
Thema Steinadler und alpine Schutzgebiete
- Publikation einer allgemein verständlichen
Broschüre über den Steinadler und die Ergebnisse
dieses Projektes
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